1. Bei der Ver­ur­tei­lung wegen eines inner­halb geschlos­se­ner Ort­schaf­ten began­ge­nen “ein­fa­chen” Rot­licht­ver­sto­ßes (§§ 37 Abs. 2, 49 Abs. 3 Nr. 2 StVO) sind im Buß­geld­ur­teil Aus­füh­run­gen zur Dau­er der Gelb­pha­se, der zuläs­si­gen und vom Betrof­fe­nen ein­ge­hal­te­nen Geschwin­dig­keit sowie sei­nes Abstands zur Ampel regel­mä­ßig ent­behr­lich, weil grund­sätz­lich von einer gemäß § 3 Abs. 3 Nr. 1 StVO zuläs­si­gen Höchst­ge­schwin­dig­keit von 50 km/h und von einer Gelb­pha­se von 3 Sekun­den aus­ge­gan­gen wer­den kann, was eine gefahr­lo­se Brem­sung vor der Ampel ermög­licht, bevor die­se von Gelb auf Rot umschal­tet (u.a. Anschluss OLG Hamm, Beschluss vom 02.11.2010 — 4 RBs 374/10 [bei juris] und OLG Bre­men NZV 2010, 42 ff.).

2. Auch ein “ein­fa­cher” Rot­licht­ver­stoß kann auf­grund der Vor­ahn­dungs­la­ge des Betrof­fe­nen ohne wei­te­res die mit der Ahn­dung mit einem buß­geld­recht­li­chen Fahr­ver­bot ver­bun­de­ne Wer­tung als beharr­li­cher Pflich­ten­ver­stoß gemäß § 25 Abs. 1 Satz 1 2. Alt. StVG außer­halb eines Regel­falls im Sin­ne von § 4 Abs. 2 Satz 2 BKatV recht­fer­ti­gen.

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